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Ex

O ja, er hat zwar keine Erfahrung, aber er ist richtig gut im Bett. Dumm f*c*t gut. Er ist so gut, daß ich schneller bin als er. Regelmäßig. Aber er soll doch auch seinen Spaß haben! Das ist doch nur gerecht. Also halte ich hinterher still, spiele mit, solange es dauert, warte, daß es zuende ist. Er über mir, auf mir, ich halte still. Es tut so weh! Es tut so schrecklich weh! Nein, hör auf, laß mich LAß MICH!!!

Verschwinde aus meiner Erinnerung. Ich will hier Ordnung haben. Ich will Platz für schöne Sachen haben.

Schwein. Ich war 19 und 20 Jahre alt.

Ich habe drei Jahre gebraucht, bis ich nicht mehr jeden Tag an ihn gedacht habe. Ich habe so viel Schönes mit ihm erlebt. Die erste Berührung. Die erste gegenseitige Liebe. Eine andere Kultur, eine neue Welt. Mein Selbstbewußtsein. Vertrauensbruch. Verachtung, Kälte. Benutzen. Schwein.

2.8.08 16:42


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Arme!

Die Arme! Sie quält sich so! Sie erlebt in ihrer Erinnerung alles körperlich noch einmal. Sie klebt in dieser Erinnerung und sie reagiert anders, als sie in Wirklichkeit reagiert hat. Sie fühlt enormen Druck, sie bekommt von ihrer Umgebung nichts mehr mit. Sie ist in dieser Situation drin. Sie wimmert, sie windet sich, sie spricht: "Nein!" "Ich will nicht!" "Das darf nicht..." Sie ist allein, wenn das passiert. - Auf dem Fahrrad, unter der Dusche, im Zimmer. Wieder und wieder kann sie ein und dieselbe Situation erleben.

Sie schämt sich dafür, weil sie weiß, daß das nicht gesund ist und daß es einen anderen Weg geben muß, der bedeutet, daß sie sich nicht so für das schämen muß, was sie in der Situation tatsächlich getan hat. Daß es nicht so auf ihrer Seele lasten und sie zerquetschen muß. Mit dem, was sie für so seelenzerfetzende, ihrer unwürdige Fehler hält, muß sie lernen anders umzugehen.

Sie tut mir sehr leid und ich würde ihr gern helfen. Ich leide ganz sicher nicht unter dem Helfersyndrom, aber nach ihrer Schilderung weiß ich, daß es sie schrecklich quält, daß sie sich ganz einfach, wie schon gesagt, dafür schämt, und daß sie dem lieber entkommen würde.

21.8.08 00:25


Niemand

Niemand wird mich finden wo ich bin. Langsam wird die Außenwelt irreal. Ich habe keine Freunde, es gibt niemanden, zu dem ich regelmäßig gehen und über die Last sprechen kann. Es gibt die Bitte nicht, hierzubleiben. Die Blende geht zu. Stattdessen die Welt unter dem samtenen Mantel, blutrot, erleichternd, warm. Da wo niemand hinkommt, da bin ich. Nichts und niemand kommt zu mir hinein. Einmal nur schaute der Tod vorbei, er lächelte und ich lächelte zurück, weil er mich auch nicht finden kann. Hier wo ich bin, bin ich sicher. Ruhe, ein winziges Paradies, Geborgenheit. Die kleinste Insel der Welt.

Ich durchbreche die Mauer meiner Sucht. Es reicht, wenn ich kleine Schritte mache! Kleine Schritte sind Entfernungen, die sich zu denselben von großen Schritten summieren. Für kleine Schritte braucht es auch einen Weg. Ich denke in kleinen Schritten. Bitte: Für heute nur winzig kleine Schritte. Morgen wieder all das andere an niemands Seite.

23.8.08 20:08


Zweigeteilt

Ja, ich will mich fallen lassen. Einfach immer weiter in das Nichts. Ich will mich vom Strudel erfassen lassen, der mich immer weiter von der Dreidimensionalität entfernt, dahin wo blutrote Funken glitzern und das Wesen durch seine Haut atmet, dahin wo ich sicher und allein und in Ruhe bin. Ich will dahin, wo andere für mich da sind, sich um mich kümmern, wo ich nicht entscheiden, nicht handeln, nicht denken muß, dahin, wo ich von anderen lerne, die Dreidimensionalität in vielen ihrer Facetten zu leben. Auf den Schutthaufen meines Ichs, mit den Trümmern spielen, darüber lachen, daß sie den Hang hinabkullern und mich in künstlichen Schlaf wiegen lassen.

Es würde mir alles nehmen! Meine Entscheidungsfreiheit ist das einzige, wofür ich schon so lange kämpfe! Meine Entscheidungen leben zu können. - Das war ein so langer und schwerer Prozeß, der viel Kraft und Mühe gekostet hat. Ich habe so viel gewonnen darin! Ich bin so viel freier geworden. Wenn ich mir das nehme, bleibt nichts mehr von mir übrig, ich hätte keine Lebensqualität mehr. Entmündigt ein Verhandlungsgegenstand zu sein ist die Hölle.

Ich will in die USA, nach Texas, auf einer Farm leben, viel draußen sein, unter freiem Himmel schlafen, Kühe oder Pferde hüten, unbeschwert dem Rythmus der Natur folgen, Jahr um Jahr dasselbe tun. Fremde und Ferne und Unbeschwertheit erleben.

Ich bin Wissenschaftler. Ich bin für die Forschung ausgebildet.

Ich muß allein sein, darf niemanden haben, der mir nahe ist. Alles andere hemmt mein Denken, macht mich abhängig, belastet mich; ich werde zum Anhängsel, zum Rumschleppsel. Nur dann stehe ich selbständig mit beiden Füßen auf dem vermaledeiten Boden der Tatsachen, in einem stabilen Gleichgewicht.

Du bist so wunderbar. Es gibt kein besseres Wort im Wortschatz, bis ein neues geschaffen wird. Du gibst mir so viel. Deine Nähe, deine Menschlichkeit, deine Fürsorge. Du hörst mir zu und zeigst mir, wie man auch leben kann. Du hilfst mir, zu leben. Du bist so schön. Du hast so vieles, das ich bewundere. Du wagst es, zu riskieren. Meine Liebe zu dir bleibt oft unausgesprochen. Aber sie ist so stark! Ich liebe dich! Ich liebe dich! Ich liebe dich! Und selbst wenn ich es hundertmal schriebe, würde es nicht ausdrücken, was du mir bedeutest. Du allein! Niemand sonst wird jemals diese Bedeutung erlangen. Genau du.

30.8.08 09:26





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